Die meisten Öko- und Elektroautos sind eher kleine, futuristisch aussehende, Stadtflitzer. Damit auch die gehobeneren Ansprüche bedient werden können, hat Rolls-Royce eine Elektroversion des Phantom als „Experimental Car“ vorgestellt. Der Name 102EX zeigt, dass der Phantom schon das 102. Experimentier-Auto der Briten ist.
Einen großen Vorteil gegenüber anderen Elektroautos hat der Phantom in jedem Fall, da er eh schon ein Schwergewicht ist, macht auch das hohe Gewicht der Batterien nichts mehr aus. Andere Öko-Autos legen großen Wert darauf, möglichst wenig Gewicht zu haben, so dass die Leistung nicht beeinträchtigt wird, doch Rolls-Royce-Fahrzeuge sind von Haus aus schon schwerfälliger. Der 102EXwiegt mit 2, 7 Tonnen 300 Kilo mehr als der Serien-Phantom.
Der E-Phantom besitzt zwei Elektromotoren mit 394 PS und einem Drehmoment von 800 Nm. Bei der Serienversion gibt es 460 PS und 720 Newtonmeter Drehmoment. Im Motorraum befinden sich 96 Lithium-Ionen-Zellen, die damit zum größten Batteriesatz werden, der jemals in einem Auto verbaut wurde. Der Akku ist in der Lage 71 kWh zu speichern und kostet um die 50.000 Euro. Preislich liegt das Experimental Car also auf demselben Niveau wie andere Rolls-Royce-Wagen.
Ein kritisches Thema bei Elektro-Autos ist ja immer die Reichweite. Rolls-Royce gibt an, dass man mit dem 102EX bis zu 200 Kilometer fahren kann, wobei Tests ergeben haben, dass 150 Kilometer realistischer sind. Das Aufladen der Akkus an einer haushaltsüblichen Steckdose dauert 20-Stunden, wer eine Drei-Phasen-Strom-Steckdose nutzt, muss acht Stunden warten, bis die Batterien aufgeladen sind.

Interessierte Besucher schauen sich den Öko-Rolls-Royce auf dem Autosalon Genf an.
Stay in touch with the conversation, subscribe to the RSS feed for comments on this post.
Hallo, ja, endlich ein Elektro-auto, das nicht wie ein Modell aus den 23. Jh. aussieht
im Gegenteil: es ist robust, massiv und prestigevoll.
25. Juli 2011 at 18:58